Kosmetik
Inhaltsverzeichnis
Kosmetik heißt auf griech. Schönheitspflege. Schon früher gab es Kosmetik. Auch damals hatten die Menschen den Wunsch durch Farben und Düfte Reiz auf andere auszuüben. Auch die Ägypter kannten zahlreiche Parfüms, wie den Schweiß der Götter und Balsame. Da sie jedoch noch nicht die Destillation von Alkohol kannten, wurden Öle und Salben beigemischt um die Duftsubstanzen haltbar zu machen. Die Destillation wurde im spätromischen Byzaz von Ärzten erfunden und damit ebneten sie den Weg in die Parfümherstellung die von den Arabern um 900n.Chr. verfeinert wurde. Kosmetikartikel sind Gegenstände unseres täglichen Bedarfs. Der größte Anteil des Kosmetikartikel Gebrauchs ist in den hochindustrialisierten Ländern : Westeuropa, Nordamerika und Japan.
Die Kosmetik wird in 4 Hauptgruppen unterteilt:
Haarpflege : Shampoo, Haarspray, Dauerwelle, Haarfarben
Hautpflege: Seife, Creme, Sonnenschutzmittel, Rasierprodukte
Mundpflege: Zahnpasta, Mundwasser
dekorative Kosmetik: Lippenstift, Make Up, Nagellack
All diese Kosmetikartikel wirken äußerlich auf den Menschen ein und haben keine systemische Wirkung. Das ist die Abgrenzung zur Pharmazie! Kosmetikartikel werden uns täglich durch Werbung nahegebracht.
Auch
wenn sich einige Leute (besonders Männer) von der Kosmetik distanzieren,
gebraucht sie jeder im täglichen Bedarf, denn Kosmetik ist nicht gleich
schminken. !
Wir
alle benutzen Kosmetika in Form von Seife, Zahnpasta, Shampoo ..... . Dies ist
auch gleichzeitig ein Beitrag zur Hygiene, Gesundheit, Wohlbefinden und
natürlich auch für das Selbstwertgefühl.
Alle
Kosmetika sind Vielstoffgemische, denen meistens noch ein Duftstoff zugeführt
wird, der seinerseits wieder aus einer Vielzahl von chemischen Substanzen
besteht.
Seife
ist das am meisten benutzte Reinigungsmittel, wenn man einmal vom Wasser
absieht. Alle Stoffe die von Natur aus wasser- löslich sind Staub, ölfreier
Schmutz, zucker- und salzhaltige Stoffe, etc, kann auch ohne Seife entfernt
werden. Aber der Schmutz der öl- bzw. fetthaltig ist, ist eher
„Wasserscheu“, so muss man, um ihn zu lösen, eine Brücke zwischen Wasser
und Öl/Fett bauen. Als Brücke wird seit Jahrzehnten also Seife benutzt. Die
Seife besteht unter anderem aus Tensiden. Tenside haben eine fettliebende und
eine Wasserliebende Seite. Die jeweilige Seite verankert sich mit dem Stoff.

So
braucht man nur noch einen Waschlappen um den Schmutz abzutragen. Früher nahm
man noch Emulgatoren für die Haut. Doch sie waren wesentlich aggressiver als
Tenside.
Der
Nachteil der Seife ist, dass sie alkalisch ist, sie quillt die Haut auf und lässt
sie austrocknen. Die Alkalität macht jedoch einer jungen, gesunden Haut, nichts
aus. Durch ihr natürliches Puffersystem ist sie in der Lage die Lauge unschädlich
zu machen.
Gerade
weil die Haut die Seife nicht optimal zu vertragen scheint, sucht man nach
Alternativen. Die Reinigungsmilch ist eine davon, sie reinigt die Haut auf eine
besonders sanfte Art und Weise. Die Fettphase dieser Emulsion enthält rückfettende
Stoffe, so dass die Haut nicht stark entfettet wird. Wenn man außerdem noch zügig
arbeitet wird die Einwirkungszeit in die Haut geringer, und das natürliche
Hautfett bleibt erhalten.
Herstellung
der Seife:
Heutzutage
werden zuerst die Fettsäuren mit Hilfe von Katalysatoren gewonnen, indem man
Fett auf etwa 180°C erhitzt und unter einen Druck von 100*105 Pa
stellt. Abfallprodukte wie Glycerin und Wasser sind leicht von den Fettsäuren
zu trennen. Man gibt sie entweder
gleich in siedendes Soda, wo sie zu Seifenleim verarbeitet werden oder die Säuren
an sich werden noch weiterverarbeitet. Der Seifenleim wird dann durch Aussalzen
zu Seife verarbeitet.
Die
Geschichte der Seife:
Eine
Vorform der Seife kannten unsere Urahnen schon seit 4000 Jahren. Den Stoff mit
dem sich die Sumerer, eine der ersten Hochkulturen (die im heutigen Irak
lebten), wuschen, würde man heute als Schmierseife bezeichnen. Obwohl es damals
noch keine Industrieschlote, öligen und fettigen Schmutz, kein Teer gab, hatte
man schon das Bedürfnis sich mit Seife zu waschen. Wenig später wurde in Ägypten
das erste Seifenrezept aufgeschrieben.
Produktion
früher:
Die
Römer stellten Seife aus Ziegenfett und Holzasche her.
Im
17. und 18. Jahrhundert wurde die Kalilauge durch das Auslaugen von Asche
gewonnen. Hierbei entstand die sogenannte Pottasche. Zu diesem Zweck wurde die
Asche in mit Siedeböden versehenen Holztrögen mit Wasser versetzt. Die
Pottasche wurde dann mit gebranntem Kalk in Kalilauge überführt. Nun fügte
man ein Tierfett oder pflanzliches Fett hinzu. Dann erhitzte man das Ganze und
erhielt so die Seife (Schmierseife). Führt man den Vorgang mit Fett und einer
Sodalösung oder Natronlauge durch enthält man Kernseife.
Das
Wort „Creme“ kommt aus dem französischen und heißt übersetzt
>>Sahne<< .
Cremes
können nach dem Waschen der Haut oder nach deren gründlicher Reinigung einen
gestörten Wasser-Lipid-Mantel wieder in das Gleichgewicht bringen oder durch
einen gewissen Abdeckeffekt den Feutigkeitsgehalt der Hornschicht erhöhen.
Cremes
müssen wie auch andere Kosmetische Fertigpräperate, der Kosmetikverordnung
entsprechen und auch eine Haltbarkeit von drei Jahren aufweisen. Aus diesem
Grund enthalten sie Konservierungsmittel.
Neben
den Haarpflegemitteln bilden Hautcremes die wichtigste Gruppe kosmetischer
Zubereitung. Die Hauptfunktion dieser Creme zielt auf die Normalisierung des
Wasserhaushaltes der Haut. Dabei entfalten sie eine glättende Wirkung, die
besonders bei trockener Haut spürbar ist.
Eine
gute Hautcreme bewirkt, was der intakte Hydralipid-Mantel des Jugendlichen
erreicht: die Haut wird oberflächlich geschmeidig und glatt gehalten, die
Austrocknung wird vermieden und es wird eine gewisse Begrenzung des
Bakterienbefalls erreicht.
Darüber
hinaus sollen die in den Hautpflegemitteln erhaltenen Öle in Kombination mit
anderen Produkten einen vorübergehenden Ersatz der natürlichen Hautlipide
erlauben, die durch häufiges baden entfernt worden sind.
Bei
allen Cremes und Milchen handelt es sich um Emulsionen, die man auch
Dispersionen nennt. Unter Dispersionen versteht man ein (disperses) System aus
mehreren, nicht ineinander löslichen (d.h. nicht miteinander homogen mischbaren
Flüssigkeiten (Phasen). Mindestens eine Phase stellt den größeren Teil der
Emulsion , sie ist die Hauptphase oder das Dispersionsmittel. Eine weitere Phase
ist darin fein verteilt. Dies ist die dispergierte Phase oder das Dispergenz.
Emulsionen
sind Mischungen aus Öl und Wasser.
Normalerweise
lassen sich diese beiden Substanzen nicht mischen, allerdings ist das Hautfett
in der Lage , bis zu 80% Wasser aufzunehmen.
Deshalb war das Wollfett der Schafe auch
Der
Grund dafür sind mikroskopisch kleine Tröpfchen aus Öl und Wasser die bei der
Emulsion entstehen. Jene brechen das Licht wodurch die Emulsion weiß wird.
Die
Emulsionen unterscheidet man in zwei grundlegende Typen:
O/W
= Öl und Wasser
W/O
= Wasser und Öl
Bei
der O/W Emulsion handelt es sich um eine feine Verteilung von Öltröpfchen in
Wasser. Bei der W/O Emulsion genau um das umgekehrte System.
Durch
Zusatz von Emulgatoren wird die Stabilisierung solcher Emulsionen erreicht,
deren chemische Struktur über einen weiten Bereich variiert.
Grundsätzlich
bestehen jedoch alle Emulgatoren aus einer Kombination von lipophilen und
hydrophilen Molekühlteilen.
Durch
die Schweißbildung versucht der Körper uns Abkühlung zu verschaffen. Schweiß
ist also etwas ganz natürliches. Es fängt erst an zu „müffeln“ wenn, die
Bakterien anfangen den Schweiß zu zersetzten. Der Schweißgeruch wird von den
Menschen als unangenehm aufgefasst. Man kann die Geruchsbildung verhindern/verzögern,
in dem man Deodorants aufträgt. Dieses kann auf unterschiedliche Wege erreicht
werden.
Mikroorganismen,
die für die Zersetzung von Schweiß ver-antwortlich sind, sollen durch
Bakterizide Mittel unschädlich gemacht werden. Allerdings kann dadurch auch die
Hautflora, die, die Haut gegen schädliche Keime und den Körper vor Infektionen
schützt, angegriffen werden.
Die
für die Schweißzersetzung verantwortlichen Bak-terien, werden von
Bakteriostatischen Mitteln am Wachs-tum gehemmt.
Die
Wirkung der schweißzersetzenden Enzyme wird durch Enzymblocker unterbunden,
ohne die Bakterien zu schädigen von denen sie gebildet werden.
Geruchsüberdeckende
Mittel (Parfüme.) Sie überdecken den Geruch, indem sie ihn in ihren eigenen
Geruch einbinden.
Geruchsabsorber.
Sie binden den Geruch, sind aber nicht gegen die Bakterien aktiv.
Antitranspiranten.
Sie enthalten Mittel, die die Schweiß-drüsen zusammenziehen
und dadurch die Schweißbildung verringern. Die Schwächung der Schweißbildung
beträgt 20-60%. Die volle Wirkung ist nicht sofort gegeben, sondern erst nach
mehrmaligem Gebrauch. Man sollte sie nur einmal am Tag verwenden, und nur auf
ausgeruhte, kalt abgewaschene Haut auftragen.
Außerdem
gibt es auch noch verschieden Arten Deos aufzutragen.
In
Deo-Sprays sind die Wirkstoffe in Alkohol und/oder Wasser, aufgelöst. Frei von
Wasser und Alkohol werden die meisten Antitranspirantien formuliert. Sie
enthalten neben Aluminium-Hydrooxidverbindungen, die adstringierend wirken, auch
antibakterielle Wirkstoffe.
Puder-Sprays;
neben den Wirkstoffen von normalen Sprays enthalten sie noch Talkum, Stärke
oder Zinkstearat.
Deo-Roller
werden als Öl/Wasser Emulsion oder als Gelee formuliert.
Deo-Stift enthalten Seife, die in Verbindung mit Glykolen oder Glycerin transparente Stift ergeben.
Deo-Cremes enthalten keinen Alkohol und sind daher für empfindliche Haut geeignet. Sie enthalten Öl/Wasser Emulsionen auf der Grundlage von Stearinsäure und Glycerinmonosteakraten.
Leere
Deo-Stift Hülle
Unsere
Zähne (lat. Dentes) sind wissenschaftlich betrachtet, symmetrisch angeordnet.
Im Allgemeinen wird der Zahn in drei Bereiche unterteilt. Den sichtbaren Teil
bezeichnet man als Krone, an die schließt sich der Zahnhals an und
anschließend, die im Kiefer-Knochen versteckte Wurzel an. Das Zahnbein,
bestehend aus einer Knochenähnlichen Substanz, umschließt das Weich-gewebe.
Dieses Weichgewebe heißt auch Pulpa oder Zahnmark. Dieses besteht vorwiegend
aus Nerven- und Blutgefäßen. Die äußere Schutzschicht der Krone heißt
Zahnschmelz. Diese ist die härteste Substanz die der Körper bildet. Die Wurzel
wird von einer Knochenschicht, dem Zahnzement umgeben.
Die
Bakterien, bilden zusammen mit den Speiseresten, abgestorbenen
Schleimhautzellen und Körpersekreten einen schmierigen Schleimbelag, der Plaque
genannt wird. Wachsen diese Bakterien ungehemmt, führt das zunächst zu
kosmetischen Problemen wie störenden Mundgeruch und Gelbfärbung der Zähne.
Später treten ernsthafte Erkrankungen wie Karies und Parodontose auf. (Sie
gelten übrigens als die weitverbreiternsten Krankheiten weltweit.)
Um
diesen Dingen vorzubeugen ist regelmäßiges Zähneputzen das beste Mittel. Mit
der Hilf von Pasta und Bürste werden Bakterien mechanisch gelöst und entfernt.
Man sollte min. 2 mal täglich und 3 Minuten lang die Zähne putzen.
Zahnbürste:
Die
Zahnbürste darf nicht zu alt sein, damit die Borsten auch noch gut „kehren“.
Damit es so hygienisch wie möglich ist werden Kunstoffborsten empfohlen
(Naturborsten sind unhygienisch). Man sollte keine V-förmig zugespitzten
Borstenbüschel haben, da sonst das Verletzungsrisiko zu groß ist, ebenfalls
werden mittel bis weiche Borsten bevorzugt.
In
der Zahnpasta sind sogenannte „Putzkörper“ enthalten, diese kleinen Körnchen
nennt die Wissenschaft so. Diese sollen das putzen nicht im chemischen, sondern
im mechanischen Putzvorgang unterstützen. Die Kornhärten , -größen und -formen
können unterschiedlich sein. Sie bestehen meistens aus Kieselsäure, Aluminium-
oder Calciumverbindungen. Die Putzkörper können bis zu 50% einer Zahncreme
ausmachen. In der Zahnpasta sind auch waschaktive Substanzen, wie z.B. die
Tenside enthalten, auch sie dienen zum entfrenen von Zahnbelägen.
Man
muss 3 Minuten lang putzen, damit Inhaltsstoffe wie Fluoride, ihre volle
Wirkung entfalten. Die Fluoride gehören zu dem chemischen Teil und helfen aktiv
bei der Kariesbekämpfung indem sie den Zahnschmelz härten, dadurch werden die
Zähne wiederstandsfähiger gegenüber Karies. Dabei hemmen sie außer-dem den
Stoffwechsel der schädlichen Plaque-Bakterien. Triclosan mit Copolymer oder
Aminfluorid mit Zinnfluorid verringern die Zahnbeläge und die Entzündungen des
Zahn-fleisches.
Die
Zahnseide wird verwendet um die engen Zahnzwischenräume zu säubern. Dadurch
werden Plaque und Speisereste erfolgreich beseitigt. Bei Brücken, Kronen und
Zahnfleischverwachsungen ist die Zahnseide oft das einzige Mittel das Gebiss
richtig zu reinigen. Der tägliche Gebrauch senkt das Kariesrisiko
erheblich.
Mundspülungen
sind nur eine Ergänzung zum Zähneputzen, kein Ersatz. Nach dem Zähneputzen kann
der Mund- und Rachenraum mit Mundwasser ausgespült werden. Sie dienen ebenfalls
zum Entfernen von Belägen und der Atem bleibt so frisch. Sie enthalten oft
Chlorhexidingluconat, Triclosan, Copolymer, Aminfluorid, Zinnfluorid und
ätherische Öle. Es gibt auch Mundspüllösungen mit Fluorid die bei erhöhtem
Kariesrisiko eingesetzt werden. Viele Mundwasser enthalten Alkohol, allerdings
gibt es für Kinder und alkoholkranke Menschen auch Alkohol freie Produkte. Wenn
man es mit den Mundspülungen übertreibt, kann es sein, dass sich die Zähne
verfärben. Das geht aber wieder zurück, sobald man die Mundspülungen
unterlässt.
Wenn
Zahnbürste, Zahnpasta und Spülwasser gerade nicht zur Hand sind, kann man die
Zähne mit zuckerfreien Kaugummis etwas reinigen. Zum Süßen enthalten sie
Zuckeraustauschstoffe. Xylit ist ein solcher Stoff, der Studien zufolge auch
direkt Karies-hemmend wirkt.
Für
Mediziner und Wissenschaftler sind Haare nicht weiter als sogenannte
Hautanhanggebilde, totes Material. Ebenso wie unsere Fuß-, Fingernägel
bestehen sie hauptsächlich aus Keratin (grie.
Keras = Horn). Unsere Haare sind also mikroskopisch kleine Hornbündel,
die mehrfach miteinander verflochten sind.

Deshalb
sind sie auch so elastisch, wenn sie aus einer Röhre bestehen würden, könnte
man sie viel leichter brechen. Um
unser Haar liegt eine Schutzschicht aus winzigen Keratin-Plättchen die sich überlappen.
Diese Schutzschicht ist außerdem für den Glanz unserer Haare verantwortlich.
Wenn sie intakt ist, reflektiert sie das Licht.
Viele
Leute haben sogenanntes „Problemhaar“, z.B. schnell nachfettendes Haar, was
hormonell bedingt ist, oder Spliss, der selbstgemacht ist, z.B. durch eine
Dauerwelle.
Fettige
Haare und Schuppen:
Die
Haare werden nach der Wäsche schnell wieder fettig, weil unsere Talgdrüsen
nicht immer so funktionieren wie sie sollen. In diesem Fall geben sie zuviel
Talg ab und die haare werden schnell fettig. Dann kommt unter Umständen auch
noch das Schuppen Problem hinzu. Die Hornschüppchen, die oben auf der Kopfhaut
liegen, werden durch das überschüssige Fett verklebt und bilden so riesige
Schuppen, die dann vom Kopf auf Kleidung etc. rieseln. Normalerweise sieht man
sie nicht, denn sie sind eigentlich ganz winzig.
Aber
das ist nicht das einzige Problem der Schuppenbildung. Meistens ist das Problem
hausgemacht, weil sich viele Menschen die Haare mit billig Tensiden waschen fördern,
sie die Schuppen-bildung. Sie entfetten die Kopfhaut zu stark, und reizen sie
dadurch. Die Kopfhaut reagiert hierauf mit stärkerer Hautzellenbildung.
Shampoos
im allgemeinen:
Mit
Hilfe eines Shampoos werden Schmutz, überschüssige Fette und Schuppen aus dem
Haar gespült. Man soll sein Haar so oft wie nötig waschen, da Schmutz und
Schadstoffe weit schädlicher sind als häufiges Waschen der Haare. In jedem
Shampoo sind unterschiedliche Tenside enthalten. Sie sind für die Waschwirkung
wichtig, da sie einen Wasser liebenden Kopf und einen fett-liebenden Schwanz
haben. Tensid verbindet beide Komponenten miteinander, es heftet also das
Waschwasser an den fettigen Schmutz.
Spezielle
Wirkstoffe:
Schuppen:
Pirocton
Olamin hemmt den Wachstum von Mikroorganismen und es stoppt nachweißlich die
vermehrte Zellbildung, löst die verklebten Schuppen von der Kopfhaut ab.
Bei
Spliss:
Nuratin
und Elastinpulver, früher wurden beide Stoffe aus tierischen Rohstoffen
gewonnen, doch heute sind sie rein pflanzlich. Sie werden aus dem Weizenkleber
Gluten gewonnen. Es sind Proteinhydrolysate, d.h. die kleinen Teilchen können
nun besser in das Haar eindringen. Das Nuratin lagert sich darüber hinaus
zwischen den äußeren Hornzellen im
Haar ein und repariert damit scheinbar den geschädigten Schuppenpanzer.
Färben,
Tönen, Dauerwelle:
Auf
diese Art und Weise kann man die Haare verändern und verschönern. Allerdings
ist das nicht jedermanns Sache.
Bei
der Dauerwelle oder beim Färben muss die intakte Schutzhülle zerstört werden,
damit das Produkt wirken kann. Dieses geschieht meist durch Ammoniak dass das
Haar aufquellen lässt und so den Schutzpanzer sprengt.
Tönen:
Die Tönung (Direktzieher) enthält fertige Farbmoleküle, die nicht tief ins Haar eindringen, sie bilden einen Farbigen Film um das Haar. Sie halten etwa 8-10 Haarwäschen.

Sie
funktionieren allerdings nur wenn die neue Farbe dunkler als die eigene
Haarfarbe ist. Die Farbpigmente überdecken lediglich die echten.
Man macht sich auch der hauptsächlich negativen Ladung im Haar nützlich,
indem man kationische Farbstoffe verwendet. Durch die Anziehungskraft der
unterschiedlichen Ladungen haftet die Farbe im Haar.
Färben:
Beim
echten Färben, müssen die Haare zunächst entfärbt werden, die natürlich
Farbe muss also zerstört werden. Das erreicht man durch aggressives
Bleichen. Die alte Farbe muss aus den Haaren raus, da sonst kein Platzt für
die neuen Pigmente wäre.

Diese
neuen Pigmente werden aber erst im haar gebildet, denn in der Colorationscreme
sind nur die Bausteine dieser Farbmoleküle enthalten. Im Haar sorgt ein
Oxidationsmittel (in der Regel Aggressives Wasserstoffperoxid) dafür, die
Teilchen zu einem großen Molekül zusammen finden. Jenes kann nicht mehr
ausgewaschen werden.
Beim
Blondieren geschieht ungefähr das
Gleiche, nur dass hier dem Haar alle natürlichen Farbstoffe entzogen werden,
ohne dass eine neue Farbe entsteht.
Dauerwelle:
Bei
der Dauerwelle werden die Haare erst auf Wickler gedreht, dann kommt die
Dauerwellenflüssigkeit (alkalische Lösung) darüber. Die bewirkt dass die
Haare aufquellen, nun kann der eigentlich Wirkstoff ins Haar eindringen. Durch
ihn werden die Schwefelbrücken im Haar geöffnet, der Wirkstoff der diese
Reaktion hervorruft ist Wasserstoff. Danach wird die Flüssigkeit wieder
herausgespült. Das Haar ist wegen der geöffneten Schwefelbrücken einen Moment
im instabilen Zustand, dadurch hat das Haar die Form der Wickler angenommen.
Jetzt werden die Haare fixiert, diese Flüssigkeit besteht hauptsächlich aus
Wasserstoffsuperoxid. Nun wird ein atomares Sauerstoffmol freigesetzt, welches
sich mit den gelösten Schwefelbrücken verbindet. Das Haar bekommt seine
Stabilität zurück. An-schliessend werden die Wickler wieder entfernt.
Stylingprodukte:
Für
strapaziertes Haar:
Chemisch
behandeltes, oder von Natur aus strapaziertes Haar braucht ein Styling
(Haarspray, Schaumfestiger) welches pflegt, festig und schützt. Oft werden
hierzu Produkte verwendet die Aloe Vera und regenerierte Mango beinhalten. Sie
kräftigen die Struktur von strapazierten, dauergewellten oder coloriertem Haar.
Für
feines Haar:
Shampoos:
Fettendes Haar:
Rosmarinshampoo:
20
ml Shampoo (handelsüblich zu kaufendes Shampoo für Normalhaar oder selbstgemachtes, siehe Rezept)
1
Eigelb 5 Tropfen Rosmarinöl
Zubereitung:
Shampoo,
Eigelb und Rosmarinöl in eine Schüssel geben. Mit einem Schneebesen gut
miteinander verrühren, bis die Masse cremig geworden ist.
Anwendung:
Das
Shampoo sofort nach der Zubereitung verwenden.
Shampoos:
Schuppiges Haar:
Eigelbshampoo:
20
ml Weinbrand 1 Eigelb
80
ml Shampoo (handelsüblich zu kaufendes Shampoo für Normalhaar oder selbstgemachtes, siehe Rezept)
Zubereitung:
Tensidmischung
HT:
50 g Facetensid
30 g Betain
4 g Sanfteen
Die
drei Tenside mit dem Glasstab zusammenrühren. Der Sanfteen lässt sich anfangs
schwer unterrühren, wird allerdings dass in den einzelnen Shampoorezepten
angegebene Wasser hinzu gefügt, löst es sich ohne Probleme.
0,5
g (1kl. Messlöffel) Haarguar HT
105
ml frisch abgekochtes oder destilliertes Wasser
84
g Tensid Mischung
2
g D-Panthenol
6
ml (3 knappe Messlöffel) Plantessenz HT
4 g (1,5 Meßl.) Vithaar HT
1
ml Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat
12 g ( ca. 5 Meßl.) Rewoderm
evtl.
2 ml (60 Tr.) BioKons HT oder 40 Tr. Paraben K zur Konservierung
Haarguar
in ein Becherglas geben, Wasser zügig zugeben und Pulver unter Rühren auflösen,
dann in die Tensidmischung einrühren. Hautpflegendes D-Panthenol, Plantessenz
HT und Vithaar HT hineinrühren. Zum Einstellen des ph-Wertes (Säure-grad),
Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat zugeben. Zuletzt Rewoderm in feinem Strahl
oder Messlöffel für Messlöffel zugeben.
Shampoo
bei Bedarf konservieren.
Shampoo
gegen starke Schuppen
10
Tropfen Teebaumöl
84
g Tensidmischung HT
0,5 g (1 kl. Meßl.) Haarguar
HT
2 Meßl. Pirocton Olamin
110
ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
5
ml (2 Meßl.) Birkenextrakt
1
ml Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat
12 g (ca. 5 Meßl.) Rewoderm
evtl.
2 ml (60 Tr.) BioKons HT oder 40 Tr. Paraben K
Teebaumöl
in die Tensidmischung HT einrühren, Haarguar und Pirocton Olamin in einem
trockenen Becherglas vermischen und mit Wasser aufgießen. Pulver unter Rühren
auflösen und in die Tensidmischung rühren. Birkenextrakt zugeben. Zum
Einstellen des ph-Wertes (Säuregrad), Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat
zugeben. Zuletzt Rewoderm in feinem Strahl oder Messlöffel für Messlöffel
zugeben. Shampoo bei Bedarf konservieren.
Die
dekorative Kosmetik ist der älteste Teil der Kosmetik.
Schon
früher wurden durch Auftragen von Farben Botschaften an Menschen weitergegeben.
z.B. : aus religiösen oder auch aus kriegerischen Gründen.
Die
meisten Kosmetischen Präparate enthalten geringe Farbstoffmengen, um dem
Produkt ein besseres Aussehen zu geben. In dekorativen Produkten ist der
Farbstoffanteil jedoch bedeutsam und entscheidend zur Erreichung des gewünschten
Ziels.
Nagellacke
dienen zur Verschönerung der Finger- und Fußnägel. Ein guter Nagellack ist
wasserbeständig, gegen übliche Waschmittel widerstandsfähig, elastisch und
polierbar.
Weiter
verlangen die Kunden, dass er schnell trocknungsfähig und gut haltbar ist.
Allerdings blättern die schnell härtenden Lacke auch schneller ab.
Der
Glanz eines Nagellacks wird nach Glanzstufen beurteilt :
Die
Befürchtung das der Nagel unter dem Lack nicht richtig atmen kann ist unbegründet.
Hornhaut, also die Nagelplatte atmet nicht, denn sie erhält weder Blutgefäße
noch Nerven. Allerdings enthält der Nagellack andere nicht gerade
hautfreundliche Substanzen und auch Lösungsmittel.
Die
Streichfähigkeit ist von der Viskosität der Zubereitung abhängig.
Nagellacke
enthalten filmbildene Substanzen und Lösungsmittel, die sich nach dem auftragen
verflüchtigen und einen festen Film auf der Nagelplatte hinterlassen. Genauer
gesagt besteht sie aus Nitrocellulose als Filmbänder. Um dessen Elastizität zu
verbessern, werden Phthalsäureverbindungen so wie Ricinusöl als Weichmacher
zugesetzt. Rund 80% des Nagellacks besteht aus Lösungsmittel, z. B.
Ethylacetat, Butylacetat oder Ethylactat.
Als
Farbpigmente werden sythetische organische Farben und Mineralfarben genommen.
Um
das absetzen der organischen Lösungsmittelunlöslichen anorganischen Pigmenten
beim Lagern der fertigen Nagellacke zu verhindern, werden kolloidale Kieselsäure
oder Natallseife wie z. B. Aluminium- oder Zinkstearat zugesetzt.
Durch
Zumischung von Titandioxid erhält man Abschattierungen ins Weiße und durch
Eisendioxid ins Rote.
Lippenstifte
An
Lippenstifte werden von Kunden hohe Anforderungen und Eigenschaften gestellt
bzw. erwartet. Er muss einerseits bruchfest , darf aber andererseits nicht zu
hart sein. Er soll außerdem auch noch bei höheren Temperaturen Formbeständig
sein. Außerdem soll er weder Öl abscheiden noch Farbstoffe und Fette
auskristalliesieren. Außerdem soll er haftfest sein und in der Regel glänzen.
Die
Lippenstiftgrundmasse besteht aus einer Öl-/Fettphase, die etwa 70 % beträgt
und aus einer Wachsphase, welche aus ca. 25% der Lippenstiftmasse besteht. Beide
weisen in etwa einen Schmelzpunkt von 65-70°C auf.
Unter
die Öl-/Fettphase fallen wechselnde Anteile von : durch Hydrierung von gehärtetem
Erdnußöl, Ricinusöl, Fettalkohole (z.B. Cetylalkohol),
Isopropylmyristat
und synthetische Triglyceride. Diese haben auch die Aufgabe die öllöslichen
Lippenstiftfarbstoffe aufzunehmen.
Zu
der Wachsphase gehören: Bienenwachs, Carnaubawachs, Wollwachse (Lanolin) und
Paraffine.
Carnaubawachs
erhöht bereits bei einem Anteil von 5% den sonst so niedrigen Schmelzpunkt des
Lippenstiftes.
Der
Bienenwachs ermöglicht eine gute Konsistenz des Stiftes, ohne das er zu hart
wird.
Der
Farbstoffanteil von Lippenstiften beträgt maximal bis zu 10% . Dieser
Farbstoffanteil besteht in erster Linie aus mineralischen oder wasserlöslichen
Pigmenten, die auf puderartige Grundstoffe, wie Kaolin, Aluminiumhydroxid oder
Titandioxid niedergeschlagen werden.
Da
für die Herstellung des Lippenstiftes eine gleichmäßige feine Dispersion benötigt
wird, werden hier höhere Anforderungen an die Anfertigung gestellt, als bei
anderer Kosmetik. Deshalb setzt man vorwiegend heterocyclische Verbindungen und
Eisenoxide ein.
Manchmal
werden auch Naturidentische Produkte wie ß-Carotin verwendet.
Der
Pigmentanteil eines Lippenstiftes beträgt ca. 5-10%. Er wird zuerst in der
Fettphase fein verteilt und dann mit der überigen Masse fein verarbeitet. Dann
wird er im noch warmen Zustand in die endgültige Form gegossen.
Durch
die Kosmetikanordnung werden hohe Anforderungen an die Unschädlichkeit von
Lippenstiften und Lippenpflegemittel gestellt, da Teile der Pflegemittel über
die Mundhöhle in den Magen gelangen können.
Die
Lippenstifte die früher als Kußecht galten enthielten Eosin, welches
Farbstoffe sind, die Unreinigungen von Schwermetallen aufweisen.
Die
Pastellfarbenen Lippenstifte enthalten meistens Guanin oder Titanoxid, ein
lichtbeständiges, ungiftiges Pulver mit gutem Haftvermögen.
Der
feuchte Glanz entsteht durch eine Mischung von Glimmer und Titanoxyd.
Kleines Naturlexikon
gibt es bei Henkel auf deren Homepage !
Viskosität: [lat.] (Zähigkeit, innere Reibung), diejenige Eigenschaft
eines flüssigen oder gasförmigen Mediums, die bei Deformation das Auftreten
von Reibungsspannungen zusätzlich zum thermodynam. Druck hervorruft, die einer
Verschiebung von Flüssigkeits- oder Gasteilchen relativ zueinander
entgegenwirken.
hydrophil
: (von Pflanzen u. Tieren) im od. am Wasser lebend
(Bot.; Zool.)
Ggs.
)hydrophob (1). 2. Wasser, Feuchtigkeit anziehend, aufnehmend (Chem.);
Eosin
: roter
Farbstoff, der unter anderem zur Herstellung von roten Tinten, Lippenstiften,
Zuckerwaren verwendet wird.
Guanin
: [indian.]
(Iminoxanthin), Purinbase (2-Amino-6-hydroxypurin), eine der fünf am Aufbau der
Nukleinsäuren beteiligten Hauptbasen.
heterozyklisch:
1. verschiedenquirlig (von Blüten, deren Blattkreise unterschiedlich viele Blätter
enthalten; Bot.). 2. (chem. fachsprachlich heterocyclisch
im Kohlenstoffring auch andere Atome enthaltend (Chem.)
lipophil
: sich
in Fetten, Ölen u.)a. fettähnliche Substanzen leicht lösend.
Viskosität: [lat.] (Zähigkeit, innere Reibung), diejenige
Eigenschaft eines flüssigen oder gasförmigen Mediums, die bei Deformation das
Auftreten von Reibungsspannungen zusätzlich zum thermodynam. Druck hervorruft,
die einer Verschiebung von Flüssigkeits- oder Gasteilchen relativ zueinander
entgegenwirken.
Phthalsäure
ápers.-gr.-lat.-nlat.; dt.ñ die;
-, -n: Säure, die in großen Mengen bei der Herstellung von Farbstoffen,
Weichmachern u.)Ä. verarbeitet wird
Äthyl
chem. fachspr.: Ethyl ágr.-nlat.ñ das;
-s, -e: einwertiges Kohlenwasserstoffradikal das in vielen organischen
Verbindungen enthalten ist.
Triglyceride,
zusammenfassende Bez. für die Triester des Glycerins, z.B. Fette.
Aluminiumhydroxide,
Hydroxidverbindungen des Aluminiums: Aluminiumhydroxid (Al(OH)3)
ist ein weißes Salz, das amphoteren Charakter zeigt. In Säuren ist es unter
Bildung von Aluminiumsalzen löslich, mit Basen entstehen Aluminate.
Wasserstoffperoxid
(früher Wasserstoffsuperoxid), H2O2,
farblose, in wässriger Lösung sauer reagierende Flüssigkeit (Dichte bei 0)ºC
1,47 g/cm3; Schmelztemperatur -0,41)ºC;
Siedetemperatur 150)ºC); starkes Oxidationsmittel; auch Bleich- und
Desinfektionsmittel
bakterizid
[griech./lat.], bakterienvernichtend, keimtötend.
En|zym
ágr.-nlat.ñ das; -s, -e: in der lebenden Zelle gebildete organische Verbindung,
die den Stoffwechsel des Organismus steuert (Med.)
Chemie
in der Kosmetik Lothar
Träger
Lexikon
–Naturkosmetik Babara
Poble
Naturkosmetik
für jeden Linda
Waniorek
Cremes
und sanfte Seifen Jean Pütz/Christine Niklas
Friseur
Fachkunde- beraten, pflegen, gestalten Gehlen(Verlag)
Homepage Henkel; henkel.de/deutsch/index
Universität Frankfurt; informatik.uni-frankfurt.de/~garrit/biowelt/biolink/html#top
Schule in Dorsten dorsten.de/pentium/projektw/seife/htm
Hobbythek über wdr.de
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Zusammengestellt von
Nicole
Widera: Einleitung, Themen 2,14,15, allgem. über Kosmetik
Carmen
Maier-Quadt Themen
1,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13, kl. Lexikon, Quellennachweis, Fremdwörter